|
Die Sammlung im Jahr 2007
Nach neunjähriger Sammlungstätigkeit ist der Fundus des Schulmuseums
sehr ansehnlich geworden. Das Schulhaus als Permanentausstellung konnte
wunschgemäss eingerichtet werden. Seit 2001 konnten zwei thematische
Ausstellungen realisiert werden und verschiedene zur Ausleihe
angebotenen Museumskoffer aus dem eigenen Sammlungsgut bestückt werden.
Die Sammlung umfasst heute bereits genug Objekte um weitere
Ausstellungen zu verwirklichen.
Die Sammlungstätigkeit verfolgt im Weiteren
das Ziel, umfassend genug zu werden um die thurgauische Schulgeschichte
repräsentativ zu belegen. Zwei unterschiedliche Sammelstrategien
werden verfolgt: exemplarisches Sammeln um genügend Objekte am Lager zu
haben für weitere Ausstellungen und
umfangreiche geschichtliche Dokumentationen die
in manchen Bereichen gesammelt
werden bis zur Vollständigkeit. Aus diesen Sammlungsstrategien
definiert sich eine Nebensammlung und eine
Kernsammlung. Der Entscheid, auf den Ausbau bestimmter Teilbereiche der
Sammlung zu verzichten, ist zeitgleich mit der Vernetzung anderer
schulgeschichtlichen Sammlungen in der Schweiz erfolgt (Schweizer
Kindermuseum in Baden, Berner und Waadtländer Sammlung für
Schulgeschichte etc.)
Die Sammlung des Schulmuseums Mühlebach in Amriswil wird aufgebaut aus
dem Schulgut der thurgauischen Volksschule und exemplarisch ergänzt mit
ausserkantonalen Schulutensilien. Sie ist zeitlich begrenzt von
der Helvetik, der Aufbauzeit der staatlichen Volksschule, bis zur
Gegenwart (200 Jahre Schulgeschichte). Zur Hauptsache ist die Sammlung
schülerorientiert aber auch Nachlässe von Lehrpersonen sind vorhanden.
Die Kernsammlung ist wie folgt aufgebaut:
|
1. |
Schülerarbeiten: Hefte, Zeichnungen, Probe- und
Schönschriften, Poesiealben, Werkarbeiten, Spickzettel,
Kritzeleien, Löschblattnotizen, Heftumschläge
u.v.m.
|
|
2. |
Schülereffekten: Persönliches Werkzeug (Tafeln,
Schreibwerkzeug, Spitzer, Rechenhilfsmittel,
Taschenrechner, Rechenschieber, Tabellen),
Reisszeug, Winkeldreieck, Transporteur, Lineal),
Verbrauchsmaterial (Tinte, leere Hefte, Schwamm), Kleidung
(Ärmelschoner, Schürzen, Sicherheitswesten, - streifen),
Transportbehälter (Tornister, Griffelschachtel, Etui, Turnsack,
Znünisack) und Dokumente (Zeugnisse,
Fotos).
|
|
3. |
Schülerdokumente: Zeugnisse, Auszeichnungen
und Fotos.
|
|
4. a) |
Lehrmittel
(im Thurgau gebraucht):
Bücher, Textkarten, Vorschriften (Schreibvorlagen),
Zeichenvorlagen, Wandbilder (zu den Lehrmitteln gehörend),
Arbeitsblätter, Wand- und Schülerkarten, Bildträger,
gerahmte Bilder, Schulwandbilder (im TG-LM-Verz.
empfohlen), Dias, Streifendias, Filme, DVDs,
Tonträger wie Tonbänder,
Schallplatten, CDs; Lehrmittel
dreidimensional, Lesekasten, Lesekino, Lesespiele,
Arbeitskasten, Profax, Schüler-Zählrahmen, Geometrische Körper,
Stäbchen, Rechentabellen, Spielgeld, Profax, Rechenspiele,
Zählbretter, Heerwürfel, Bruchrechenscheibe, Hohlmasse, Reliefe,
Globus, Moltonwand-Bilder, Sandkasten, Puzzles, Steinsammlung,
Botanik, Zoologie, Anthropologie;
Bewegliche Schautafeln, Schaukästen, Chemische
Präparatesammlungen und Experimentierkästen,
physikalische Modelle.
|
| 4. b) |
Ausserkantonale
Lehrbücher: Fibeln (Lesen und Rechnen), 2. Klasse
Lesebücher, 5. Klasse
Lesebücher (enthalten
Kantons-Heimatkunde).
|
|
5. |
Werken,
(Erfindungen) von Thurgauer Lehrkräften. |
| |
|
Dr. Alfons Bieger |